Birgit Matejka Werner Stingl Ralf Schlenger Dr. Ina Schicker Dr. Ulrich Scharmer

Ein Blick auf unsere Schreibtische und in unsere Köpfe ...

Werner Stingl hatte am 30. Mai 22, auch damals schon nicht mehr ganz aktuell, gepostet, dass ihn am 8. Mai Corona erwischt hat. Seither blieb Neues aus. Das hatte aber nix damit zu tun, dass er gestorben ist. Ganz im Gegenteil. Er war nach einem Tag mit 40 Grad Fieber am Abend und einer relativ erholsamen Woche Rekonvaleszenz wieder auf dem Damm, wofür der Beitrag einer Impfung mehr als fraglich ist. Sein für den 20. Juni geplanter und bereits geschriebener Aktuell-Text hätte so gelautet: „Werner Stingl verreist eine Woche in den Spreewald und muss deshalb vorarbeiten. Für einen eingefleischten Prokrastinierer ein schwieriges Unterfangen, wenn man nur von Soll- und nicht von Muss-Deadlines unter Druck gesetzt wird." Die Veröffentlichung scheiterte aber an einer mehrtägigen Internetstörung und wurde danach schlicht vergessen. Schuld wiederum daran ist Stingls Ansicht nach nicht Long Covid, sondern vielmehr, dass er kurz vor seinem offiziellen aber nicht absoluten Rentenbeginn offensichtlich in einen Lebensabschnitt eintritt, in dem die Zeit nicht mehr eilt sondern rast. Ein Monat schwindet schneller als ehedem eine Woche. Er wird sicht trotzdem bemühen, hier wieder engmaschiger was Aktuelles einzugeben und hofft, dass die eine oder der andere seines Kollektivs mitzieht und nicht nur twittert, sondern auch hier mal ein paar Zeilen veröffentlicht. Außerdem würde er sich ehrlich freuen, möglichst bald einen Telefonanruf von einer tauchfreudigen Kollegin zu erhalten.

Aktuell ist er in der 36. und 37. Kalenderwoche privat unterwegs und in dieser Zeit nicht zu erreichen. Ein Einbruch lohnt sich allerdings nicht, weil erstens eh nicht viel zu holen wäre und zweitens die Stille in Büro und Wohnung von Stingls Töchtern zum Schreiben ihrer Master- bzw. Bachelorarbeit genützt wird. 

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Foto: Oliver Wanke

Birgit Matejka hat kürzlich einem dreitägigen Fortbildungskurs zum Thema Outdoor Video der Akademie der Bayerischen Presse teilgenommen: tolle Leute, beeindruckende Referenten (u.a. Andi Prielmaier, der Gründer des Bayerischen Outdoor Filmfestivals: https://www.expedition-erde.de/referenten/andreas-prielmaier/). Ich habe so viel gelernt und es war so inspirierend, sich mit Leuten austauschen zu können, die sich so für etwas begeistern können. Da wir nur fünf Teilnehmer waren, hatten wir fast eine 1 zu 1 Betreuung. Der Kurs war jeden Cent wert. Ich würde ihn jederzeit wieder buchen, auch wenn das Wetter am ersten Tag nicht mitgespielt hat und wir unsere ersten Drohnenshots in strömendem Regen machen musst und der Aufstieg zur Tölzer Hütte auch eher feucht ausfiel. Aber der Kursleiter Christoph Seidel hat heroisch einen Teil unseren Film-Equpments in einem Kinderanhänger nach oben geschoben und uns während des Aufstiegs mit Brezen bei Laune gehalten.

 Video: Christoph Seidl

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So langsam hängen Ralf Schlenger die Corona-Diskussionen aus dem Hals 'raus. Gibt's keine anderen Themen, die die Welt bewegen? Doch: Zumindest die diabetische Welt feiert 100 Jahre Insulin: Am 27. Juli 1921 gewannen Frederick Banting und Charles Best einen blutzuckersenkenden Extrakt aus der Bauchspeicheldrüse von Hunden. Doch die eigentliche Entdeckung des Hormons ist mindestens 27 Jahre älter als die Experimente der beiden Kanadier. Deren bemerkenswertes Verdienst war freilich die Freigabe ihres Insulinpatents, was der Welt in kürzester Zeit die erste Therapie des Diabetes schenkte. 100 Jahre später gibt es eine ganze Insulinfamilie, die das Leben vieler insulinpflichtiger Menschen besser und leichter gemacht hat. Und dennoch hat sich das Vermächtnis von Banting und Best nur halb erfüllt. ...Wie Insulin zum Medikament wurde, und weshalb sich die Insulinentdecker im Grabe umdrehen würden, erführen Sie von "Evergreening" der Insulinpatente, ist nachzulesen im Deutschen Ärzteblatt Nr. 29/30.

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