Birgit Matejka Werner Stingl Ralf Schlenger Dr. Ina Schicker Dr. Ulrich Scharmer Dr. Fabienne Hübener

Ein Blick auf unsere Schreibtische und in unsere Köpfe ...

Fabienne Hübener hat natürlich "wer-soll-diesen-scheiss-lesen" gelesen, hat grad übers Gehirn und über Asthma geschrieben und hat mit Birgit über 1000 Höhenmeter erwandert, einer schöner als der andere (siehe Foto unten). Für eine Antwort auf "Wie viele lesen meinen Text und wenn ja, ist das wichtig?" ist sie gerade zu müde. Das sollte man mal bei einer Prise einem Glas Bier bequatschen. Prähistorische Geschichtenerzähler haben ihre Säbelzahntigeranekdote auch nur vor einer Handvoll Stammeskumpels vorgetragen. Das muss reichen. In dem Sinne sollten die Mü-lis vielleicht mal einen Leseabend veranstalten. (Wer wirft jetzt übrigens mal einen Blick auf die Klickzahlen von Aktuelles?) Apropos "wer soll das lesen": Hier geht´s zu meinen Tweets.

Warum Werner Stingl hier fast jede Woche was Neues schreibt obwohl er davon ausgeht, dass es kaum jemand liest? Weil es für ihn ein gutes Mittel ist, am Montag nach ausufernden oder schön durchwanderten Wochenenden wieder an seinen Schreibtisch zurück zu finden. Und überhaupt: Auch der eine oder andere bezahlte aber weit mühsamer geschriebene Fachartikel dürfte angesichts der Artikelflut, die auf unsere Zielgruppe nieder prasselt, ebenfalls nicht viel öfter gelesen werden als die aktuellen Beiträge (die leider oft gar nicht mehr so aktuell sind) auf unserer Seite hier.

 

Birgit Matejka schickt ein Lob an unseren Administrator, Rudi Horbas. Für sie ist es gut zu wissen, dass man immer zeitnah Hilfe bekommt, wenn sie sie braucht, gewürzt mit einer wohltuenden Portion Humor. Ansonsten hat sie viele unterschiedliche Themen auf dem Tisch liegen: Rückenschmerzen, Blutgerinnung, Parkinson....

Ralf Schlenger sinniert aktuell über die Sinnhaftigkeit von Leitlinien im Allgemeinen und der zum Kreuzschmerz im Besonderen. Je nach konsultiertem Expertenkreis ist sie die reine Lehre oder schlicht „die Pest“. Evidenz- oder Eminenzbasiert, das ist auch die Frage bei Empfehlungen zu ADHS. Das Glaubensthema hat RS gerade für die Deutscher Apotheker Zeitung abgearbeitet - buchstäblich -, nachdem ADHS aus Anlass einer Pressemitteilung der GEK in aller Munde war. Ohne verdaut zu werden. - Nun  erfreut sich der Autor an einem relativ komplikationsarmen Sujet wie Schnupfen beim Kleinkind. Zumal hier eigene Beobachtungen eingebracht werden können.

Ina Schicker widmet sich neben dem geschriebenen zunehmend auch der Kunst des gesprochenen Wortes. In ihren Kursen und Führungen über Heilpflanzen und Wildkräuter genießt sie den unmittelbaren Kontakt zu Menschen diesseits des Bildschirms und widmet sich mit Begeisterung der empirischen Erfahrungsmedizin am eigenen Leib. Das Experiment des heutigen Tages heißt "Wildsalat aus Rainkohl, Taubenkropf-Leimkraut, Giersch und zarten Blättchen der Bonsai-Ulme". Wer bezweifelt, dass dies praktisch gelebte Präventionsmedizin ist, dem sei die Lektüre der New York Times Sunday Review empfohlen...

Im Nachklang zum Kongress „Heilkraft der Alpen“ befasst sie sich intensiv mit der Bedeutung traditionellen europäischen Heilwissens für unsere Zeit und für eine moderne präventionsorientierte Ganzheitsmedizin. Tief beeindruckt ist sie von der Tatsache, dass Alpenbewohner möglicherweise schon lange vor den Chinesen das Prinzip der Akupunktur und Reflexzonentherapie kannten und angewandt haben, schon seit jeher zur Gesundheitspflege in Backöfen oder in Brechlbädern zur Flachsherstellung saunierten und über ein enormes Wissen nicht nur zu Heil- und essbaren Wildkräutern, sondern auch über antibiotisch wirksame Insekten oder heilkräftige Pilze verfügten. Angesichts der Tatsache, dass der Bewegungsradius von Kindern seit den 70er Jahren um 90% geschrumpft ist und inzwischen mehr Kinder sich dabei verletzen, weil sie aus dem Bett anstatt von einem Baum fallen, sieht sich Ina Schicker darin bestätigt, dass es dringend geboten ist, das Natur-Defizit-Syndrom (Nature Deficit Disorder) als eines der Hauptprobleme unserer Zeit ernst zu nehmen und mit naturpädagogischen Angeboten aktiv gegen zu steuern.