Werner Stingl
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Werner Stingl

Ursprünglich aus den Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Soziobiologie/Evolutionspsychologie kommend, arbeite ich seit 1985 hauptberuflich als freier Medizinjournalist.

Ich verfasse Berichte von Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen sowie Hintergrundreportagen aus fast allen medizinischen Sparten für zahlreiche an Allgemein- und Fachärzte adressierte Zeitungen und Zeitschriften (z.B. ÄrzteZeitung, NaturaMed, MMW, CardioNews), erstelle Pressemappen und Newsletter für Industrie, Arzt- und Patientenorganisationen.

Ich bin Autor eines psychologischen Ratgebers für Laien (Werner Stingl: Praktische Psychologie, Midena-Verlag, Augsburg) und Mitautor diverser Lexika (z.B. Der Gesundheits Brockhaus, F.A. Brockhaus, Mannheim; Das Hausbuch der sanften Medizin, ADAC-Verlag, München; Das Lexikon der Gesundheit“, ADAC-Verlag, München).

Spezialgebiete, für die ich mich besonders interessiere, sind Epidemiologie, Psychiatrie, Sexualmedizin, Zoonosen, Arbeits- und Umweltmedizin, Phytotherapie und Ethnomedizin sowie durch einen ungesunden Lebensstil forcierte „Zivilisationskrankheiten“ und deren Prävention.

» Mehr zu meiner Leidenschaft...

Angefacht durch meine soziobiologischen Wurzeln, brenne ich darauf, medizinische Fragestellungen von einer evolutionstheoretischen Warte aus zu beleuchten.

Wie "artgerecht" leben wir noch?

Inwieweit sind etwa viele unserer körperlichen und seelischen Krankheiten der Preis dafür, dass wir uns innerhalb weniger Generationen von Lebensbedingungen verabschiedet haben, an die wir uns im Laufe unserer biologischen Evolution über viele tausend Jahre erfolgreich angepasst hatten, wir also gewissermaßen kein artgerechtes Leben mehr führen?

Soll fasten, wer nicht mehr hungert?

Die häufig zitierte Insulinresistenz – vorteilhaft in der langen Geschichte periodisch knapper Nahrung aber fatal in modernen Zeiten des ständigen Überflusses – ist nur einer unter schier unermesslich vielen Sachverhalten, über die es sich in diesem Sinne nachzudenken lohnen würde.

Ist rad- auch fußgerecht?

Dass beispielsweise Bewegungsmangel für das Bewegungswesen Mensch schlecht ist, gilt inzwischen als Allgemeinwissen. Aber vielleicht bewegen wir uns ja nicht nur zu wenig, sondern auch auf falschem Untergrund und leisten damit der allgegenwärtigen Arthrose Vorschub. Denn unser Bewegungsapparat ist entwicklungsgeschichtlich adaptiert an natürliches, unebenes, variationsreiches, mal mehr und mal weniger weiches Gelände, das alle unsere Muskeln und Reflexe fordert - und fördert. Heute dagegen zwingen wir uns selbst bei Sport und Freizeit auf glatte, unnachgiebige und ebene Flächen, die Rädern aber nicht menschlichen Muskeln und Gelenken angemessen sind.

Wieviel Freund steckt im Feind?

Und wer Evolution als komplexen, interdependenten Anpassungsprozess aller Organismen an ihre gemeinsame lebende und „tote“ Umwelt versteht, für den greift eine schulmedizinisch oft noch vorherrschende exklusiv feindliche Perspektive auf potentielle Krankheitserreger, die uns womöglich gleichzeitig als wichtige Immunmodulatoren dienen oder die in unserem Ökosystem die Nischen für weit gefährlichere Erreger geschlossen halten, zu kurz.

Den Vor- im Nachteil suchen

Auch: Sobald eine genetisch bedingte Erkrankung mit überzufälliger Inzidenz auftritt, lohnt für ein besseres Verständnis und Umgehen mit einer solchen Erkrankung die Suche nach dem direkten oder indirekten selektiven Vorteil, den dann die zugrunde liegende genetische Konstellation in näherer oder fernerer Vergangenheit zwangsläufig geboten haben muss.

Wen beerben die Statine?

Und wenn etwa für Statine neben den Blutfett senkenden Effekten ein immer breiterer Zusatznutzen propagiert werden kann, steckt dahinter nicht unbedingt nur eine geschickte Marketingstrategie der Hersteller sondern womöglich die Tatsache, dass Statine einen ehemals allgegenwärtigen aber heute aus unserer Nahrungskette weitgehend verschwundenen, unerkannt nützlichen Stoff ersetzen. Vielleicht ist´s ja ein Schimmelpilzsubstrat ähnlich dem, das für die Statine Pate stand.

Einladung zum Seitensprung

In einer solchen evolutionstheoretisch-ökologischen Sichtweise auf Gesundheit und Krankheit steckt meines Erachtens ein immenses präventives, therapeutisches und nicht zuletzt natürlich auch journalistisches Potenzial, das leider noch viel zu wenig genutzt wird. Auftraggeber, die offen für solche Quergedanken sind, und sei es vorerst auch nur als „Medicalfiction“, sind besonders herzlich willkommen.